Ihr könnt auch lauter!

Das Handwerk ist und bleibt ein starker Konjunkturmotor. Doch Kommunikationsdefizite bremsen einige Betriebe – „Marketingtag Südwestfalen“ soll Abhilfe verschaffen

Ein Jahr lang haben wir uns mit den Gewerken beschäftigt, deren Leistungen Unternehmer im betrieblichen aber auch im privaten Umfeld in Anspruch nehmen. Wir haben historische Entwicklungen nachgezeichnet, die aktuelle Situation der Betriebe beschrieben und die Handwerker nach den größten Herausforderungen ihrer Zünfte befragt. In einigen Fällen ist man uns ängstlich und eher misstrauisch begegnet, vielleicht auch deshalb, weil Medien relativ selten Interesse an heimischen Handwerksbetrieben zeigen. Nicht wirklich überrascht hat uns bei der Recherche die Tatsache, dass die Öffentlichkeitsarbeit vieler – wenn nicht der meisten –Handwerksbetriebe wie ein Stiefkind behandelt wird. Ein informativer Internetauftritt ist nicht Regel, geschweige denn ein Bewusstsein für die Notwendigkeit, sich öffentlichem Interesse zu stellen oder gar E-Mail- oder telefonische Anfragen der Presse zu beantworten.

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Deutliche Eintrübung in Südwestfalen

Gegenüber dem Vormonat zeigt sich in Südwestfalen eine deutliche Eintrübung der Stimmung

Nachdem sich der Konjunktur-Klima-Index für Südwestfalen noch im Oktober 2011 aufgehellt hatte, ging es im November 2011 deutlich runter. Der Gesamtindex sank um 11,93 Prozent. Gründe hierfür waren insbesondere eine verschlechterte Einschätzung der aktuellen Lage (-24,08 Prozent) sowie eine Verschlechterung der Zukunftsaussichten (-11,00 Prozent). Auch die südwestfälischen Aktienwerte mussten mit –4,49 Prozent Rückgänge verzeichnen.

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Von den Großen geschluckt

Wulf-Hefe in Werl: Wie aus einem kleinen Familienunternehmen der Marktführer wurde – Auftakt zur neuen Serie über „Verschwundene Firmen“

„Mit nichts angefangen, reichster Mann von Werl“, heißt es kurz und knapp im Sterberegister des Jahres 1903. Westfälisch nüchtern bilanziert der Pfarrer von St. Walburga das Leben von Fritz Wulf, dessen Lebens- und Familiengeschichte ganz eng mit der frühindustriellen Entwicklung der alten Sälzerstadt am Hellweg verbunden ist. Als Wulf im Alter von 66 Jahren stirbt, ahnt er noch nicht, was einmal aus seinem gerade aufgebauten Unternehmen werden sollte. „Wulf Hefe“, das ist heute nur noch ein Begriff, der regional Erinnerungen weckt, historische Bezüge nur noch anhand von Bezeichnungen für Straßen und Gewerbesiedlungen offenbart. Was einst mit einer kleinen Brennerei begann, entwickelte sich zum stattlichen Industriebetrieb, zur größten Hefefabrik Deutschlands.

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Jörg Hesse (Geschäftsführer WIRKSTOFFGRUPPE) berät die Gründer in den Bereichen Marketing und Werbung.

Des Pudels Kern

„Gründer des Jahres“: Die Gewinner des Gründerpreises auf der Suche nach dem Markenkern ihrer Firma Statmath

In Goethes Drama ‚Faust‘ offenbart der Teufel in Pudelgestalt seine wahre Natur gegenüber Dr. Faust, die, wie allseits bekannt ist, keine gute war. Jörg Hesse, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur WIRKSTOFFGRUPPE und seine Mitarbeiterin Daniela Burkhardt sind dagegen heute angetreten, den guten Kern der Statmath GmbH aufzudecken. Es ist ein freundliches Aufeinandertreffen mit den Gründern in deren Siegener Büro.Die Räumlichkeiten sind großzügig und die vielen strahlend weißen Wände lassen Platz für Konzentration und Kreativität. Im Besprechungsraum hängt ein großes schwarz-weiß Bild von Mohammed Ali bei einem Kampf im Boxring. Während des gesamten Termins treten die beiden Gründer souverän auf, so wie man es auch von dem großen Boxidol kennt.

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Das Jahr der Wahrheit

Deutsche Unternehmen haben die Monate des Aufschwungs genutzt und sind fitter denn je. Das untermauert das positive Bild aus dem Bilanzbonitäts-Ranking.

Laut Prognosen sollte 2011 das Jahr der Wahrheit werden. Während sich 2010 der wirtschaftliche Aufschwung auf Sondereffekte wie Konjunkturpakete und Nachholeffekte aus dem Rezessionsjahr 2009 stützen konnte, musste sich der Aufschwung in diesem Jahr selbst tragen. Und das tat er. „Die Ertragslage des Mittelstandes ist derzeit so günstig wie lange nicht, um ein Kapitalpolster für schlechte Zeiten aufzubauen“, sagt Michael Bretz, Sprecher des Verbands der Vereine Creditreform e.V. in Neuss. Im September und Oktober befragte die Creditreform Wirtschaftsforschung bundesweit rund 4.000 mittelständische Unternehmen. Die Umfrage ergab, dass diese heute stabiler sind als vor der Krise 2009. Ihre Eigenkapitalquoten befinden sich auf einem Zehn-Jahres-Hoch, was trotz immer noch restriktiverer Kreditvergaberichtlinien Investitionen möglich macht. Außerdem werden Forderungsausfälle offenbar seltener und Rechnungen werden schneller bezahlt.

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Stadtwerke im Umbruch

Die Rollen auf dem Energiemarkt werden neu verteilt. Und ein Gewinner steht schon heute fest: Die Stadtwerke – denn die Energiewende findet vor allem regional statt.

Die Stadtwerke sind wahre Alleskönner. Neben der Grundversorgung bei Strom und Gas sowie der Wasserver- und entsorgung umfasst das Leistungsspektrum oftmals auch den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Müllentsorgung, Stadtentwicklungsprojekte, den Ausbau und Betrieb von Datennetzen oder den Betrieb von Bädern, Häfen und Flughäfen. Hierdurch werden die Stadtwerke mitunter zu mittelgroßen Konzernen, die Umsätze in Milliardenhöhe generieren und mit ihren Gewinnen für die Stadtkämmerer eine überaus bedeutsame Einnahmequelle darstellen.

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